Hip-Hop Hamburg e.V. Magazines Links
more: HIP-HOP HAMBURG e.V.
Home

 
Hamburg, den 14.12.98






Betr: Graffiti-Faltbblatt des LKA Düsseldorf.
Verletzung der Urheberrechte durch die Ermittlungsgruppe(EG)-Graffiti Hamburg





Um Kosten zu sparen und um Klarheit zu schaffen, teile ich allen mit, daß ich nichts von den Verletzungen der Urheberrechte durch die EG-Graffiti Hamburg wußte und diese auch nicht billige.

Man kann sich Seitens der EG-Graffiti auch nicht herausreden, daß man nichts von Urheberrechten weiß, da jeder Polizist in der Polizeischule davon Kenntnis erhält.



Beweis:

Wenn eine Gruppe Sprayer am Computer arbeitet und einer läd sein Zeichenprogramm bei seinem Freund auf die Festplatte, um gemeinsam arbeiten zu können, wird im Falle einer Hausdurchsuchung bei der Software-Firma eine Meldung gemacht, daß eine Person die Urheberrechte verletzt habe und diese Person kriegt Probleme.


Zur Vorgeschichte:


Die EG-Graffiti hatte Sozialarbeiter eingeladen ein Info-Faltblatt zum Thema Graffiti gemeinsam zu erarbeiten. Die Idee fand ich gut. Ich wäre gern gekommen, aber ICH erhielt keine Einladung, aus welchem Grund auch immer.


Am 15.02.96 begann ich mit der Graffiti Arbeit im Rahmen der Pilotphase. Der Trägerverein und auch der HIP HOP HAMBURG e.V. haben einen neuen Anlauf genommen, weil Information auch Prävention sein kann.
Das Jugendinformationszentrum hat zu einem Arbeitskreis eingeladen, um mit fachlicher Beratung durch den HIP HOP HAMBURG e.V. ein Faltblatt zu erstellen, was Jugendliche über die Folgen des illegalen Sprayens informieren sollte.
Die Textvorlage wurde von mir erstellt, die Zeichnung von einem Kunststudenten unseres Vereins. In gemeinsamer Arbeit wurden wenige Passagen leicht umformuliert.
Die EG-Graffiti teilte mit, daß sie keinen Wert darauf legen würde, im Impressum erwähnt zu werden. Weil wir glaubten, daß die Zeichnung nur für Hamburg eingesetzt wird und die SOKO (EG-Graffiti) nicht im Faltblatt erwähnt wird, haben wir es auf unser Graffiti- Projekt zugeschnitten.

Eigenmächtig wurde die Karikatur des Polizisten, der überzogen als bulliger, wütender Polizist dargestellt wurde, herausgenommen und die Polizistin eingefügt, ohne den Künstler um Genehmigung zu fragen.


Da hatten wir erstmalig auf die Verletzung der Urheberrechte hingewiesen.
Die Polizei stand nachher doch im Impressum und die Soko konnte nicht abwarten, bis das Jugendinformationszentrum dieses Faltblatt und die Hotline der Presse vorstellt, sondern haben das Faltblatt vorgestellt, als wäre es eine Eigenproduktion der EG-Graffiti Hamburg.
Das hatte schon in Hamburg zu Irritationen geführt, weil Sprayer glaubten, ich würde meine parteiliche Jugendarbeit aufgegeben haben und die Hotline wäre von der EG-Graffiti installiert worden.

Nun hatte ich in den vergangenen Tagen zunehmend Anrufe von Sprayern aus Kassel, Düsseldorf, Dortmund, Hagen, Minden, Köln und Bielefeld, die mich genauso entsetzt fragten, was der HIP HOP HAMBURG e.V. mit der EG-Graffiti und dem LKA Düsseldorf zu tun habe.

Ich wäre Euch Lesern dankbar, wenn Ihr den Writern mitteilen würdet, daß sich an meiner Parteilichkeit nichts geändert hat. Wir haben dem LKA Düsseldorf schriftlich, per Fax, untersagt, mit diesem Faltblatt zu werben.
Wenn wir Faltblätter mit unserem Namen erstellen, dann steht unser Name auch im Impressum. Das heißt, wir sind nicht abgeneigt, für die, die uns bezahlten, auch Faltblätter zu erstellen. Wir würden dieses gegen Bereitstellung von legalen Flächen oder gegen Honorare sogar gern tun, aber wir lassen uns nicht von der EG-Graffiti heimlich in die "kreativen Taschen oder Koffer" greifen!

Die EG-Graffiti aus Hamburg hat es nicht für nötig gehalten sich zu entschuldigen. Sie macht jetzt wohl von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.


In der Anlage eine Eigenproduktion der EG-Graffiti aus Hamburg, die zu erheblichen Anfragen geführt hat.


Die "tags" sind spiegelverkehrt abgedruckt, aber das kann man locker wegstecken, es geht nur um grottenschlechte "tags", die entspiegelt auch nicht mehr hergeben.
Problematischer ist die Anwendung des Begriffs "gesamtschuldnerische Haftung". Er ist in diesem Fall sachlich falsch und zivilrechtlichen Konsequenzen sind zweifelhaft.
Wer eine Verschmutzung oder einen Sachschaden verursacht, muß für die Beseitigung zivilrechtlich haften. Da zahlt auch keine Versicherung!
Ein Sprayer muß nicht für Vorschäden aufkommen, wenn er diese nicht verursacht hat, ebenso haftet er auch nicht für nachfolgende Schäden, wenn seine Mittäterschaft nicht bewiesen ist oder nachweislich nicht beteiligt war.

Eine gesamtschuldnerische Haftung besteht dann, wenn man an der Planung und an der Durchführung einer Straftat beteiligt war. Es ist unerheblich, ob man "Schmiere" gestanden oder gemalt hat. Mitgegangen, mitgefangen! Es kann durchaus passieren, daß der Schmieresteher den ganzen Zug zu bezahlen hat und keine Dose benutzt hatte.

Ich weise in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, daß es die ÖRA (= öffentliche Rechtsauskunft) gibt, wo man sich für geringe Gebühren Rechtsberatung holen kann. Ansonsten kann man über die örtlichen Anwaltsvereine nach Anwälten Fragen, die Straf- u. Zivilrecht als Schwerpunkt gewählt haben. Vorher nach den Kosten fragen!

Wir versuchen Sprayern bei den Schadensregulierungen zu helfen und verfügen über Reinigungsmittel, mit denen man unerwünschte Lack- oder Markerbeschriftungen in den meisten Fällen rückstandslos entfernen kann.


Wer die Beratung wünscht, kann uns telefonisch,
in der Zeit von 16.00- 20.00 Uhr, montags, mittwochs, freitags und nach Absprache erreichen unter:

Tel: 040-432 54 500,
Fax: 040-432 54 501


oder in dringenden Fällen über
Mobil: 0177-28 35 871 erreichen.



UDU

back



© 1999 double-h